Elfriede Jelinek, Cover, Lust

Elfriede Jelinek, Lust

Der Mann als pornographisches Monster. (Über) Elfriede Jelineks Lust, den pornographischen Diskurs und die komplizierte Beziehung zwischen den Geschlechtern

Kaum eine Schriftstellerin polarisiert so stark wie Elfriede Jelinek: Mit ihrer sarkastischen Sprachkritik zeigt sie Machtstrukturen und Machtmissbrauch, Denkfaulheit und Barbarei auf. Sie bringt Geschichtsvergessenheit und Gewaltstrukturen in der Gesellschaft zur Sprache, mischt sich in aktuelle politische Kontroversen ein. In ihrem aufsehenerregenden Roman Lust legt sie geschlechtsspezifische und hierarchische Gewalt-, Herrschafts- und Machtstrukturen frei und zeigt, dass es zwischen Abhängigen und Unterdrückten keine glücklichen Beziehungen geben kann. Ein Buch, das heute aktueller ist denn je.

Elfriede Jelineks Roman Lust ist das literarische Medienereignis des Jahres 1989. Innerhalb von 6 Wochen verkauft sie 42.000 Exemplare und löst ein enormes Presseecho aus, nicht nur in den Feuilletons, sondern auch in der Boulevard- und Regionalpresse. Die veröffentlichten Rezensionen schwanken zwischen Irritation, Verunsicherung, Empörung und Entrüstung bis hin zu Ablehnung.

Der Inhalt von Lust scheint schnell erzählt: Angesiedelt in einem steiermärkischen Alpental schildert Jelinek wenige Tage im Leben von Gerti, der trinkenden Gattin eines Papierfabrikanten, die zu jeder Tages- und Nachtzeit von ihrem Mann sexuell missbraucht wird. Hermann, „Herr Mann“, ist nicht nur Herrscher über seine Familie und Direktor einer Papierfabrik, sondern Sexualsubjekt, während Gerti, Ehefrau, Mutter, Hausfrau und Sexualobjekt ist. Ihr gemeinsames Kind, ein namenloser Sohn, ist Abbild des Vaters. Gerti wagt einen Ausbruchsversuch, der scheitert. Der Jurastudent und Skifahrer Michael ist die Figur, die Gertis außereheliche Lust realisieren soll. Michael benutzt und missbraucht sie aber letztlich genauso, wie es auch ihr Ehemann täglich mit ihr macht: „Kaum ist Gerti dem Sicherheitskurti ihres Hauses entronnen, will ihr auch schon ein junger Rechtsvertreter ins Handschuhfach langen.“ (L S. 101.). Der Höhepunkt ist der gemeinschaftliche Missbrauch durch die Freunde Michaels. (L 196ff.) Kaum hat Gerti realisiert, dass Michael sie nicht mehr will, da steht auch schon der Direktor bei Fuß, um seine Frau nach Hause zu holen. Aber das allein reicht ihm nicht: Hermann demonstriert seine Macht. Vor den Augen Michaels vergewaltigt er Gerti und nimmt sie so wieder in Besitz. Selbst diese Situation weiß Michael für sich zu nutzen: Er nimmt am Schauspiel onanierend teil. (L 242-245) Das Kind muss am Ende des Buches getötet werden, da es schon jetzt das absolute Spiegelbild des Vaters ist. Er ist Hermanns Nachfolger und führt irgendwann sein Lebenswerk fort, denn der Mann lebt in seinem Sohn weiter. Und das Kind hat das Potential, den Vater noch zu übertrumpfen. Folgerichtig muss der Sohn den herrschenden Verhältnissen zum Opfer fallen:

Dieses Kind beansprucht von den Andersgesinnten Rechte, umfangreich wie Staatsverträge, es gibt die Formel seines Vaters weiter: mach mehr aus dir! Schön! Eine Erektion! So trägt sich der Mann vor sich her, damit er sich jederzeit anschauen kann. Und das Kind, gemacht aus seinem Wesen, das längst schon, wie Schlacke, hinter ihm zusammengefallen ist (die Glockenform seiner Mutter), wird sich auch bald, in ein paar Jahren, zum Himmel spritzen, wo die Kleinen schon mit einer Jause erwartet werden. (L 65)

Ein aktuelles Zeitereignis bringt die Handlung in Gang. Die Angst vor dem Aidsvirus ist der Grund, warum der Mann seine Bordellbesuche einstellt und nur noch mit seiner Frau verkehrt. Hermann ist nun gezwungen, monogam zu leben. Von jetzt an benutzt er ausschließlich seine Frau:

Nein, der Direktor wird doch auf Inserate antworten, um seinen Ford Imperium gegen ein neueres, kräftigeres Modell einzutauschen. Wenn nur nicht die Angst vor der neuesten Krankheit wäre, die Werkstätte des Herrn würde nimmermehr schweigen. Und auch in der Wohnung klebten die Anschläge auf dem schwarzen Brett: Lust, der weiße Abgeordnete; mächtige Wellen laufen durch die Zeit, und mächtig wollen die Männer immerdar etwas. Lieb ist ihnen die Ferne, aber was naheliegt, das benützen sie auch. (L 19)

Hermann gebraucht Gerti zu jeder Zeit und an jedem Ort. Notfalls nimmt er sich sein Recht auch mit Gewalt. (L 26) Ohne Rücksicht auf ihre eigenen Bedürfnisse muss Gerti ihrem Mann ständig willig und bereit zur Verfügung stehen.

Im Roman findet keinerlei Entwicklung statt, weder in der Handlung noch bei den Figuren. Die Figuren werden nicht geläutert, denken oder erkennen nicht. Somit lassen sich die Hauptfiguren auch nur schwer charakterisieren, höchstens beschreiben, denn in Lust erscheinen sie als „funktionalisierte Figurenhüllen“, als „schichtspezifische Prototypen“, die im Text nur „verallgemeinert“ und „typenhaft“ dargestellt werden. (Vgl. u. a. Julia Neissl) Elfriede Jelinek schildert keine individuellen Erfahrungen. Ihre Darstellung ist rein plakativ. Sie hat kein Interesse an der Beschreibung individueller Empfindungen. Da Jelinek ihren Figuren radikal eine eigene Subjektivität verweigert, ist keine Identifikation mit den Figuren oder Geschehnissen möglich.

Obwohl sich Hermann, Gerti, der namenlose Sohn und Michael von der Masse, das heißt von den Fabrikarbeitern und den Arbeiterfrauen abheben, sind sie nicht als Gegenstück zur Masse zu sehen, sondern als Teil des Systems. (Julia Neissl) Sie dienen nur als „bloße Bedeutungsträger“. (Matthias Luserke) Damit erfüllen sie ihre Hauptfunktion, in ihrem Verhalten die Geschlechter- und Machtverhältnisse der Gesellschaft zu entlarven.

Elfriede Jelinek reduziert ihre Figuren sehr stark auf polare Positionen im Kampf der Geschlechter. Besonders deutlich werden soll hier die „Funktionalisierung von Mann und Frau“. Dafür wendet Jelinek an keiner Stelle eine psychologisierende Schreib- und Darstellungsweise an. Die Rollenverteilung ist „deutlich“ und „traditionell“. Der Mann empfindet Lust, die er befriedigen möchte. Die Frau ist das dienende, passive Opfer, die Benutzte. (Julia Neissl)

Beziehungen zwischen Mann und Frau sind im Werk Jelineks ausschließlich sexueller Natur. (Verena Mayer/Roland Koberg) Die sexuelle Verfügbarkeit der Frau ist ein Hauptthema ihrer Bücher und bestimmt das darin gezeigte Geschlechterverhältnis.

Lust und Pornographiediskurs

Nicht nur die Dramaturgie des Geschehens gleicht der von Pornofilmen, auch wenn es sich um Anti-Pornographie handelt, sondern auch die Sprache: Hermann imitiert die Redeweisen der pornographischen Videos. Es handelt sich nicht um seine eigene Sprache, sondern um (die) männliche Sprechweise schlechthin. (Veronika Vis)

Worte wie Blätter fallen aus dem Video am Bildschirm und gehen vor dieser Einmann-Menschheit zu Boden. Verlegen beschützerisch schaut die Frau auf einen sterbenden Blumenstock am Fensterbrett. Auch der Mann spricht jetzt, grob wie der gute Kern im Obst. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Und während seine Lüfte und Säfte ziehen, spricht er pausenlos von seinem Tun und nicht Lassenkönnen und schafft sich mit wilden Klauen und zahmen Zähnen Zutritt in den Verkehrsort, um auch noch seinen Senf zu seiner Wurst dazugeben zu können. Das Geschlecht seiner Frau sein Wald, aus dem es ihm zornig zurückhallt. (L 56)

Pornographische Texte und Filme haben das Ziel der Identifikation und arbeiten deshalb u. a. mit dem Element des Voyeurismus. Jelineks Schreibverfahren widersetzt sich dem strikt. (Anja Meyer) Als eine Art Kommentatorin bleibt Elfriede Jelinek durchgehend im Text präsent. (Klaudia Heidemann-Neblin)

Konzipiert als Gegenentwurf zu Georges Batailles Geschichte des Auges verfolgt Jelinek mit Lust das Ziel, einen „weiblichen Porno“ zu verfassen, der sich aus weiblicher Perspektive mit der sexuellen Begierde der Frau befassen soll. (Verena Mayer/Roland Koberg) In Lust handelt es sich nicht um eine einfache Parodie der Pornographie. In ihrem Aufsatz Die pornographische Phantasie von 1967 schreibt Susan Sontag:

Eine Pornographie kann sich nicht selbst parodieren […] Eine Parodie der Pornographie bleibt immer eine Pornographie. (Susan Sontag)

Trotz jahrzehntelanger Bemühungen der Frauenbewegung hat sich an den tatsächlichen Machtverhältnissen nichts geändert: Das herrschende Geschlecht setzt noch immer die Norm. Pornographie ist daher nicht nur die Darstellung einer Handlung, sondern Erniedrigung. Der männliche Blick, der auf die Frau geworfen wird, ist immer ein verachtender. Jelinek schreibt deshalb Anti-Pornographie, denn die Frauen müssen sich die Darstellung des Obszönen und des Nackten zurückerobern. Der Blick auf den weiblichen Körper darf nicht allein den Männern überlassen werden. (Gabriele Presber) Eine pornographische Darstellung ist immer auch eine geschichtslose, weshalb Jelinek versucht, eine Geschichte der Herabwürdigung der Frauen zu schreiben. Ihre Arbeit ist anti-pornographisch, weil sie nicht aufgeilen, sondern einen Bewusstmachungsprozess erzielen und die politische Dimension der Sexualität verdeutlichen will. Sexualität darf nicht als etwas Unschuldiges verstanden werden, das einfach da ist. Drastische Stellen in ihren Texten sind politisch. Damit soll der Sexualität ihre Geschichte wiedergegeben werden.

Mit ihren gewagten Darstellungen durchbricht Jelinek ein Tabu. Als Frau wirft sie einen pornographischen Blick auf die gegebenen Verhältnisse. Dabei adaptiert sie den männlichen Blick nicht nur, sondern radikalisiert ihn. Jelineks Vorgehen und ihre Sprache sind von einer Radikalität und Zotigkeit, die man bisher nur von männlichen Autoren wie u. a. Henry Miller oder Jean Genet kannte. Männlichen Autoren wird eine solche Schreibweise ohne weiteres zugestanden – ihr persönlich wurde es verübelt.

Lust widerspricht allen Regeln der Pornographie, denn der Roman löst bei den RezipientInnen keine sexuelle Begierden aus. Sexualität wird als brutaler und gewalttätiger Vorgang beschrieben, der die männliche Grausamkeit nicht nur aufdeckt, sondern endlos wiederholt und steigert. Jelinek legt den männlichen Pornographiediskurs mit all seinen Macht- und Gewaltstrukturen bis ins Letzte hinein bloß.

Jelinek ist und bleibt eine Pessimistin. Sie zeigt, dass es den Frauen schlecht ergehen muss, solange die Männer das Sagen und Schreiben haben, den Markt beherrschen, den Diskurs bestimmen und die Regeln aufstellen.

Herr-Knecht-Verhältnis

Das Herrschaftsverhältnis, das Jelinek in Lust aufzeigt, ist angelehnt an das Hegelsche Modell der Herr-Knecht-Beziehung. Innerhalb eines geschlossenen Systems beschreibt sie Herrschafts- und Besitzverhältnisse in der Dialektik von Täter und Opfer, Herr und Knecht. Jelinek thematisiert dabei sehr wohl die Rolle des Knechts in diesem dichotomischen Verhältnis und dessen „Mitschuld“ an den herrschenden Verhältnissen. Darüber hinaus macht Jelinek auch die Gesellschaft dafür (mit)verantwortlich, dass derartige Beziehungs- und Machtverhältnisse entstehen können.

Die Beziehung zwischen Gerti und Hermann ist größtenteils durch Sadismus, Missbrauch, Gewalt, Vergewaltigung bestimmt. Der männliche Machtanspruch an weiblicher Sexualität wird in Lust grundsätzlich mit Gewalt durchgesetzt. Die (häuslichen) Machtverhältnisse verfestigen sich zudem durch die bestehenden Besitzverhältnisse. Der Mann ist nicht nur der Gewalt, sondern auch der Sprache mächtig, was gleichzeitig bedeutet, dass ausschließlich das männliche Begehren zur Sprache kommt. Jeder Versuch der Frau zu Sprechen ist vergebliche Mühe. Die Welt der Frau ist das Schweigen. (L 77)

In Jelineks Text ist das private Leben (Familie, Sexualität etc.) immer auch eine Abbildung des Öffentlichen (Ökonomie, Politik etc.) und umgekehrt. Dabei versteht sie es, beide Ebenen zusammenzuführen und die jeweils dort herrschenden patriarchalen und hierarchischen Strukturen herauszuarbeiten bzw. aufzudecken. (Walter Klier) Jelinek zeichnet das bedrückende Bild eines Gesellschaftssystems, das die Frau in allen sozialen und politischen Bereichen in die Rolle des Objekts zu zwingen versucht. Sex dient Jelinek als Mittel, das bestehende Herrschaftsverhältnis zwischen den Geschlechtern offenzulegen, in dem die Frau, Gerti, die Rolle der Beherrschten, der Sklavin des Mannes übernimmt. In Lust ist jede sexuelle Darstellung eine Machtergreifung des Mannes über die Frau. Hermann fordert die absolute Verfügbarkeit über Gertis Körper. Er reduziert sie auf ihre Geschlechtsteile, die immer willig und bereit sein müssen. Hermanns Lust ist eine rein männliche Lust. Sie beherrscht, unterdrückt und ignoriert das weibliche Begehren. Die Begierde des Mannes löscht die der Frau aus. Die Nichtigkeit und Wertlosigkeit der Frau jenseits ihrer Funktion als Sexualobjekt wird an vielen Stellen vorgeführt: „Die Frau ist weniger als überhaupt nichts mehr.“ (L 133)

Gerti ist aber eben nicht nur Opfer. Bei aller Kritik an den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen und am männlichen Machtgehabe blendet Jelinek die Schuld der Frau an ihrer Lebenssituation nicht aus. Die (Mit-)Schuld der Frau besteht in erster Linie darin, dass sie als Teil des Direktorenpaares von diesem System profitiert: Hermann sichert ihre Existenz. Gerti gehört der Oberschicht an. Diese privilegierte Position gibt ihr, zumindest in einem kleinen Rahmen, die Möglichkeit, Überlegenheit zu demonstrieren und in den Genuss von Anerkennung zu kommen. Gerti ist an dieser Stelle nicht mehr nur Opfer, dem eine gewisse Mitschuld zukommt, sondern wird zur Mittäterin. Folglich sind die Seiten als geklärt anzusehen: Gerti ist für die sexuelle Befriedigung ihres Mannes und für die Produktion und Erziehung von Nachkommen zuständig. Hermann bezahlt im Gegenzug ihren Unterhalt. Mit der Position des „Ernährers” rechtfertigt Hermann sein Vorgehen. (L 37) (Herr)Mann (be)herrscht in jeder Situation. (L 39)

Elfriede Jelinek zeigt so gut wie keine Emphatie, geschweige den Sympathie für Gerti. Sie zeigt kein Erbarmen mit einem weiblichen Opfer, das kein Mitleid verdient, weil es keinen Willen hat und Komplizin ist: „Mitleid wäre verschwendet an die Frau.“ (L 36)

Jelinek setzt in Lust die Unterdrückung der Frau mit der Ausbeutung der Arbeitnehmer durch die kapitalistische Herrschaft gleich. Im öffentlichen Raum, z. B. in der Beziehung des Direktors zu seinen (Mit)Arbeitern (bzw. zwischen Besitzenden und Besitzlosen, Machthabern und Machtlosen, Kapital und Arbeitskraft etc.) finden sich ebenfalls Strukturen der Herr-Knecht-Beziehung: Das Macht- und Gewaltverhältnis zwischen Mann und Frau entspricht dem Verhältnis zwischen dem Unternehmer und seinen Arbeitern. Hermann herrscht nicht nur über seine Frau, sondern auch über seine Arbeiter. Hermann erscheint als “patriarchal-kapitalistisches Doppelmonster”, der den Tag damit verbringt, die Arbeiter in der Fabrik auszubeuten. (Andreas Isenschmid)

Jelineks Beschreibung des Proletariats ist nicht nur von Sympathie geprägt. Ihre Darstellungen wirken ambivalent. Die Arbeiter sind Stützen des Systems und korrumpierbar. Deshalb kennt Jelinek auch hier keine Gnade:

Die Masse macht´s, daß unsere Fabriken nicht zusammenstürzen, weil sie von innen gestützt werden von Menschenhaufen, die Soziales in ihre Gestelle zu räumen versuchen. (L 61)

Der Mann als Gott und Schöpfer der Frau und anderer Untergebener

Die Vorstellung von der zentralen Schöpfergestalt des Mannes ist eines der strukturierenden Elemente des pornographischen Diskurses. Das Christentum hat einen der zentralen Diskurse über Sexualität geschaffen. Dieser hält für die übrigen Diskurse Legitimationen und Erklärungen bereit, u. a. Festschreibungen der Geschlechterrollen, der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und deren Bedeutung für die Diskurse über den weiblichen Körper. Der Schöpfermythos ist eng mit dem pornographischen Mythos von der “Omnipotenz und Omnipräsenz” des Mannes“ verbunden. Jelinek stellt diesen nicht nur bloß, sondern zieht ihn ins Lächerliche.

Religiöse Motive lassen sich in fast jedem pornographischen Text finden. Daher greift auch Jelinek auf diese Motive zurück. Diese Motive setzt sie ein, wenn sie die Charaktere der männlichen Protagonisten mithilfe von religiösen Anspielungen zeichnet: „Freudig ist er ein Gott.“ (L 33)

Der Mann ist Schöpfer der Frau. Seine Gottgleichheit legitimiert und motiviert seine Verfügungsgewalt über die Frau als „sein“ Geschöpf. Der Wunsch nach Omnipotenz hängt auch mit der Angst des Mannes vor der weiblichen Sexualität zusammen. Die Frau entsteht erst durch den Mann:

Der Mann erschafft, vom Wind emporgeweht, die Frau, er zieht ihr den Scheitel und wirft ihre Beine auseinander wie welke Knochen. (L 24)

Mit ihren „schweren Schöpfungsgeräten“ (L 53) schaffen die Männer die Frauen aus sich heraus: „Die Frau stirbt nicht, sie entsteht ja gerade erst aus dem Geschlecht des Mannes, […].“ (L 30) Aus der Perspektive des Mannes stellt der Geschlechtsakt die absolute Ausformung des Schöpfergedankens dar:

Lächelnd treibt der Schöpfer aus den Männern ihr Produkt, damit es unter uns herumzurasen sich angewöhnen kann. Der Mann zerteilt die Schöpfung mit seinen kräftigen Tempi, und auch die Zeit vergeht in ihrem eigenen Tempo. Er zertrümmert die Kacheln und Scheiben in diesem schattigen Raum, der unter seinem Treiben und an seinem hellen Licht sich freut. Nur in der Frau, da ist es dunkel. Er zieht in ihren Arsch ein und schlägt vorn ihr Gesicht gegen den Wannenrand. Sie schreit noch einmal. (L 26-27)

Gertis Gott heißt Hermann. Und der duldet keine anderen Götter neben sich. (Matthias Luserke) Sein Anspruch bezieht sich insbesondere auf die biologischen Funktionen der Frau. (L 126f.) Gertis Körper untersteht seiner Herrschaft. Dadurch verfügt er über den täglichen Geschlechtsverkehr und seine Nachkommenschaft. Diese geht automatisch in seinen Besitz über, denn durch ein Kind erreicht er einen gewissen Grad an Unsterblichkeit. Der Sohn sichert die Fortschreibung der patriarchalen Tradition: „Über diese Frau hat der Mann sich weitergegeben an die Ewigkeit.“ (L 10) Das Bedürfnis des Mannes nach Verewigung wird von dem Drang begleitet, sichtbare Spuren zu hinterlassen – in der Welt und durch sexuelle Gewalt am Körper seiner Frau. Auf diese Weise markiert seinen Besitz. Indem er ihr mit sadistischer Freude immer wieder und wieder Wunden zufügt, zeichnet er sie mit seinem Namen. Dadurch ist für Konkurrenten der Eigentümer immer erkennbar. (Aline Willeke) Die Frau erscheint als passiver Nährboden, auf dem gesät werden kann. (L 38f.) Der Mann dagegen erlebt sich als die Leben erweckende Kraft. Er pflanzt sich aus sich selbst heraus fort. (L 150-151)

Er ist mit ihr eine lebenslängliche Gruppe. Ein Raum, winzig und kahl wie das Gedächtnis, enthält ihn doch als Ganzes. Die Frau stirbt nicht, sie entsteht ja gerade erst aus dem Geschlecht des Mannes, der ihren Unterleib im Labor bereits vollständig nachgebaut hat. Wie der Mann es doch liebt, als Körper aus seiner Truhe heraus aufzutreten und möglichst rasch aufzutauen! (L 30)

Die Frau in Jelineks Text ist willig, fügsam, immer bereit, jederzeit verfügbar, beherrschbar. Sie hat keine eigenständige Existenzberechtigung. Sexuelle Unterwürfigkeit und Verfügbarkeit erscheinen als alltägliche Selbstverständlichkeit.

Die Vagina dieser Frau ist vollgesogen mit dem gärenden Produkt ihres Mannes. An ihren Schenkeln klebt unter der Strumpfhose Schleim von den tagtäglichen Gewohnheiten des Direktors. Der setzt gern ein Zeichen, daß er sich vervielfältigen könnte, auch wenn die Tinte schon knapp wird. (L 165)

Die Frau ist Objekt rücksichtsloser Männerlust und Opfer erbrarmungsloser Allmachtsphantasien: „Die Männer wollen größer sein, und dasselbe wollen ihre Werke und Werte. Ihre Erbaulichkeiten.“ (L 9) Die logische Konsequenz ist die Gleichsetzung der Frau mit dem „Nichts“ und ihres Geschlechts mit der „Leere“:

Die Frau ist dem Nichts entwendet worden und wird mit dem Stempel des Mannes jeden Tag auf neue entwertet. Sie ist verloren. (L 19)

Denn:

Das Geschlecht ist zwar unbestritten unser Zentrum, aber wir wohnen dort nicht. [……] Nichts gefunden! (L 110)

Der Körper als Maschine und die Frau als Ware

Jelineks Darstellungen von Figuren, Körpern und des sexuellen Aktes sind außerordentlich unpersönlich. Die Interpretation des Körpers als Tauschobjekt, als bloßer Artikel, der den Ansprüchen des Warenhandel unterliegt und als Maschine bzw. Automat, entspricht der Wunschvorstellung und dem Leistungsanspruch pornographischer Darstellungen. Damit führt Jelinek eine typische Männerphantasie vor: Das in den Pornoheften und -filmen entworfene Bild vom unerschöpflich potenten und begehrenden Mann und der immer willigen und allzeit bereiten Frau. Diese Phantasie führt Jelinek ad absurdum, in dem sie diese restlos übersteigert. (Julia Neissl)

Der Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau wird von Jelinek immer als ein Tauschgeschäft beschrieben, bei dem Ware gegen Geld eingetauscht wird. Der Mann und (mehr noch die) Frau sind dabei austauschbare Objekte. Es kommt nur auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Klasse an. Nicht miteinander austauschbar sind dagegen ihre Geschlechterrollen, denn er „singt, schreit, fickt“ (L 10) sie nieder, während sie pausenlos einsteckt, erträgt, und letztlich kapituliert. (Annette Doll)

Sexualität wird von Jelinek nicht nur als ein Tauschgeschäft analysiert. Sie geht noch weiter, wenn sie dieses Ausbeutungs- und Gewaltverhältnis grundsätzlich nach den Gesetzen des Warenhandels funktionieren lässt. Der Mann kann sich beim Lustobjekt Frau unendlich bedienen – frei nach dem Motto: „Was einem gehört, muß auch genutzt werden, wozu hätten wir es denn?“ (L 45) Der Frauenkörper scheint dreigeteilt. Eine in Einzelteile zerlegte Frau, bei der man nur noch zugreifen und sich nach Lust und Laune bedienen kann: „Greifen Sie oben, unten oder in der Mitte zu!“ (L 105) Der weibliche Körper ist ein Konsumgut, das als Ware auf dem Markt der Sexualität gehandelt wird. Der Frauenkörper unterliegt den Gesetzen der Warenästhetik. (Christiane Rasper) Auf dem Markt der Körper hat allein der Mann die Nachfragemacht. Der Frau bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Mann anzubieten.

Jelinek entwirft in Lust zudem Bilder, die sich aus dem Vergleich der Sexualpartner mit Maschinen und Automaten, speisen. (L 58) Dabei ist es natürlich der Mann, der über die Maschine und deren Produkte herrscht. Die Sexualität zwischen beiden ist vollständig auf das Mechanische reduziert; die Leiber sind leistungs- und einsatzfähig wie Maschinen. Die Vorstellung von der Körpermaschine macht aus der lebendigen Frau einen nur noch den Gesetzen der Mechanik gehorchenden Automat. Hermann bedient Gerti wie eine Maschine. Aber auch er ist eine Maschine, eine Sexmaschine, immer bereit und von sagenhafter Potenz. (L 24f., 40, 240) Er ist “Ihr Allmächtiger” mit dem ewig “Ständigen”. (L 103) Jelinek beschreibt den Sexualakt zwischen den Eheleuten in immer gleichen Bildern. Der Körper der „Frau“ funktioniert immer wie auf „Knopfdruck“. Ein richtiger Griff an den Kiefer, sie streckt ihre Zunge heraus. (L 24f.) Einmal ein kräftiger Zug am Kitzler, sie klappt gleichsam einem Faltstuhl auseinander. (L 40) Bei Jelinek „springen [Körper] auf“, „klappen zusammen“ oder “Kolben stoßen herab“ (L 240) Jelineks Liebende sind „Handwerker ihrer Lust“ (L 53), die in „ihren Geschlechtsbetrieben nach Arbeitsschluß noch herumfuhrwerken“ (L243) und Höchstleistungen vollbringen. Die Automatismen gleichen der Bedienung von Geräten und nicht einem Liebesakt. Um die Funktionalität des Sexualapparates gewährleisten zu können, muss der Bediener den richtigen Umgang mit den Funktionskapazitäten kennen. Sonst ist schnell mit Materialermüdung zu rechnen:

Der Mann hat sie heute durch Tritte schon zweimal anspringen lassen. Dann schien seine Batterie endlich leer zu sein,… (L 70)

Auch an dieser Stelle liegt eine Übertragung auf das (Macht)Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber nahe, denn auch dort herrscht die Vorstellung von der Ware Arbeitskraft vor. Die Arbeitskraft des Arbeitnehmers ist die Ware, welche die Gewinne der Unternehmer vervielfacht und die bei Nichtfunktion und/oder Abnutzung beliebig ausgetauscht werden kann.

Sexualität als Kampf der Geschlechter – oder: warum es keine glücklichen Beziehungen zwischen Abhängigen geben kann

In einem Gespräch mit Alice Schwarzer konstatiert Elfriede Jelinek: „Ich glaube nicht daran, dass es zwischen Abhängigen oder zwischen Herren und Sklaven glückliche Liebesbeziehungen geben kann.“ (Alice Schwarzer, Ich bitte um Gnade.) Lust und Lusterfüllung sind nur Denk- und Handlungskategorien des Patriarchats. Sexuelle Lust der Frau kann es darin nicht geben:

Haben Sie noch immer Lust zu lesen und zu leben? Nein? Na also […] Ja, die Lust, richtig bauen möchte man sich aus Ihr können! Aber auf die bauen, das würde ich, wenn sich Sie wäre, lieber nicht. (L 171-173)

Ihre Lust ist vom Mann gewollt, aber nur insofern sie der männlichen Befriedigung dient. Höchstes Ziel ist immer seine eigene Lust. Die Lust der Frau ist nur als eine Zwischenstation auf dem Weg zu seinem Endziel anzusehen. Der Orgasmus der Frau, d. h. des Opfers, ist der größte Triumph seiner Macht. Denn die Herrschaft, auch über den Willen des Opfers, wird mit Erfolg belohnt: Die Frau hat zwar einen Orgasmus, aber der Mann hat die Frau. Er hat die Frau und ihren Orgasmus. Diese Orgasmen sind eine Demonstration der männlichen Potenz. (Luce Irigaray) Es handelt sich nicht um eine „gleichberechtigte Lust“, sondern dient nur dem „Lust-Gewinn“ des Mannes.

Pornographie definiert sich bei Elfriede Jelinek als Ausdruck eines Herrschaftswillens der männlichen Figuren. Ein von ihr formuliertes, gleichberechtigtes Anliegen beider Geschlechter „Ich fordere sie ernstlich auf: Luft und Lust für alle!“ entpuppt sich im Text als nicht realisierbar. (L 105) Die Frau dient der männlichen Lustbefriedigung. Die Verhaftung der männlichen wie auch der weiblichen Figuren in ihrer Sozialisationsrolle steht dem Ziel einer sexuellen Lust für beide Geschlechter diametral entgegen. (Anja Meyer)

Das tragische Schicksal der weiblichen Figur ist dem patriarchalen und dem kapitalistischen Gesellschaftssystem geschuldet. Ihr persönliches Unglück ist von ihr mit-, wenn nicht sogar selbstverschuldet. Gerti zeigt keine Gegenwehr oder Initiative zur Veränderung, sondern nimmt seine (sexuellen) Demütigungen hin. Und warum? Die Ehe ist für die Frau eine bewusste Strategie des sozialen Aufstiegs. Dafür verkauft die Frau ihren Körper (ihre Sexualität, ihre Gebärfähigkeit), der ihr einziges Kapital darstellt. Dafür zahlt sie einen hohen Preis. Nicht Liebe ist Grundlage einer Eheschließung. Die Ehe ist ein reines Geschäft. Die Frau ist bloße Ware, die sich am Heiratsmarkt behaupten muss, um sich möglichst gut zu verkaufen bzw. sich mit dem vermögendsten Mann zu verheiraten. Eine Frau hat keine eigenständige Zukunft. Sie heiratet nicht, sondern wird geheiratet. Ein Mann hat ein Schicksal, eine Frau bekommt eins (durch den Mann). Jelineks Protagonistin ist sicherlich ein Opfer der patriarchalen und ökonomischen Bedingungen. Gleichzeitig partizipiert sie an diesem System, ist Mittäterin, Komplizin, Mitwissende. Mit der nicht durchgehend positiven Darstellung ihrer Frauenfigur durchbricht Jelinek ein „feministisches Tabu“, was ihr Kritik von einigen Feministinnen einbrachte.

Jelinek entlarvt in ihrem Text die Mythen, die über „Sexualität“ und über die „Frau“ kursieren. Das Leben der Protagonisten ist ein von den Medien, d. h. vom Fernsehen, von der Werbung, von Lifestyle-Magazinen, beeinflusstes und beeindrucktes Leben, ein Leben hinter den „Vorhängeschleiern der Medien“. (Christina Weiss)

In „Lust“ beschreibt sie aber nicht nur „die sexuelle Gewalt gegen Frauen als Grundmuster unserer Kultur“. Ihre literarische „Welt ohne Gnade“ konfrontiert die LeserInnen damit, wie

die Klischees der Unterhaltungsindustrie ihren Einzug in das Bewusstsein der Menschen halten und ihren Widerstand gegen klassenbedingte Ungerechtigkeit und geschlechtliche Unterdrückung lähmen. (Alice Schwarzer, Ehre und Häme.)

Der Geschlechtsakt ist ein Gewaltakt, der immer auch die „Fragmentierung“ und „Einverleibung” des weiblichen Körpers impliziert. Sexualität unterliegt dem Drang des Mannes. Er ist der Verbraucher, der die Ware Frauenkörper konsumiert. Der Mann ist daher nicht nur Herr der Sexualität, sondern Machthaber des sexuellen Sprechens. Die Frau ist nicht Subjekt ihrer Sprache, daher ist ein Nein der Frau eben kein Nein.

“Lust” ist kein Text der Lust hervorruft, sondern Unlust. Der von Jelinek beschriebene „Krieg der Geschlechter“ wird mit ungezügelter Aggressivität dargestellt. (L 148)

Das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen nennt Jelinek „faschistoid“. (Alice Schwarzer, Ich bitte um Gnade.) Aus den gegebenen Verhältnissen scheint es kein Entkommen zu geben. Selbst ein Kompromiss der Geschlechter oder eine konstruktive „Arbeit der Geschlechter“ scheint unmöglich. (L 249) Als Frau (als Autorin, literarische Figur oder Leserin) ist und bleibt man immer Subjekt statt Objekt sexueller Lust. Der männliche Blick wird in Lust einer grundsätzlichen Kritik unterzogen. Dieser wird als ein Instrument entlarvt, das die Frau zum Objekt degradiert und sie gleichzeitig enthumanisiert. Männlich codierte Sexualität, Gewalt und Geschlechtsverkehr sind untrennbar miteinander verbunden. Die Situation ist hoffnungslos. (Stefan Neuhaus)

Elfriede Jelineks Text kann deshalb nur überaus desillusionierend und pessimistisch daherkommen. Es gibt keine glücklichen Beziehungen zwischen Mann und Frau, da sie ausnahmslos Abhängigkeits- und Gewaltverhältnisse sind. Im Roman existiert keine Liebe unter den Menschen. Zwischenmenschliche Beziehungen werden nur als entfremdete Beziehungen geschildert, die allein durch die vorhandenen Abhängigkeiten aufrecht erhalten werden. In diesem System sind die Frauen oder die Arbeiter stets die Unterlegenen. Ihr Schicksal scheint für alle Zeit besiegelt. Daher stammt der Vorwurf einiger Kritiker, Jelinek biete dem Leser keine Utopien von einer besseren, anderen Welt an. Eine Utopie von einer besseren Welt anzubieten, käme Jelinek aber niemals in den Sinn.

Jelineks Text ist eine kritische Auseinandersetzung mit den gegeben Herrschafts- und Unterdrückungs-Verhältnissen und deren Auswirkungen. Kurz gesagt: Gesellschaftskritik, Patriarchatskritik und nicht zuletzt Feminismuskritik.

Aktuelle Informationen über die Autorin gibt es hier.

Zur Rezeption von Lust:

Weiterführende und vertiefende Literatur:

  • Luserke, Matthias, Ästhetik des Obszönen. Elfriede Jelineks „Lust“ als Protokoll einer Mikroskopie des Patriarchats, in: Text und Kritik 117, 1999, S. 92-99.
  • Neissl, Julia, Tabu im Diskurs. Sexualität in der Literatur österreichischer Autorinnen, Innsbruck/Wien/München 2001.
  • Mayer, Verena/Koberg, Roland, Elfriede Jelinek. Ein Porträt, Hamburg 2006.
  • Vis, Veronika, Darstellung und Manifestation von Weiblichkeit in der Prosa Elfriede Jelineks, Frankfurt am Main 1998.
  • Meyer, Anja, Elfriede Jelinek in der Geschlechterpresse. Die Klavierspielerin und Lust im printmedialen Diskurs, Hildesheim/Zürich/New York 1994.
  • Heidemann-Neblin, Klaudia, Rotkäppchen erlegt den Wolf. Marieluise Fleißer, Christa Reinig und Elfriede Jelinek als satirische Schriftstellerinnen, Bonn 1994.
  • Sontag, Susan, Die pornographische Phantasie (1967), in: Sontag, Susan, Kunst und Antikunst, Frankfurt am Main 1982.
  • Presber, Gabriele, Die Kunst ist weiblich, München 1988.
  • Klier, Walter, „In der Liebe schon ist die Frau nicht voll auf ihre Kosten gekommen, jetzt will sie nicht auch noch ermordet werden.“ Über die Schriftstellerin Elfriede Jelinek, in: Merkur, Nr. 459, 1987, Seite 423-427.
  • Isenschmid, Andreas, Trivialroman in experimenteller Tarnung, in: Neue Züricher Zeitung, 4./5.6.1989.
  • Willeke, Aline, Instrument der Lustbefriedigung. Über „Lust“ von Elfriede Jelinek, Online im Internet: URL: literaturkritik, abgerufen am 23.01.2018.
  • Doll, Annette, Mythos, Natur und Geschichte bei Elfriede Jelinek. Eine Untersuchung ihrer literarischen Intentionen, Stuttgart 1994.
  • Rasper, Christiane, „Der Mann ist immer bereit und freut sich auf sich.“ Die satirische Inszenierung des pornographischen Diskurses, in: Liebes- und Lebensverhältnisse. Sexualität in der feministischen Diskussionen, Interdisziplinäre Forschungsgruppe Frauenforschung (IFF), Frankfurt am Main/New York 1990.
  • Schwarzer, Alice, Ich bitte um Gnade. Emma – Gespräch 1989 zwischen Alice Schwarzer und Elfriede Jelinek, Online im Internet: URL: Alice Schwarzer, abgerufen am 23.01.2018.
  • Schwarzer, Alice, Ehre und Häme. Emma – Gespräch 2004, Online im Internet: URL: Emma, abgerufen am 23.01.2018.
  • Irigaray, Luce, Waren, Körper, Sprache: Der ver-rückte Diskurs der Frauen, Berlin 1976.
  • Weiss, Christina, Lockvogel für Voyeure. Die Geschichte einer Begegnung mit „Lust“ auf der Hamburger Reeper-bahn, in: Theater der Zeit, 2006.
  • Neuhaus, Stefan, Sexualität im Diskurs der Literatur, Tübingen/Basel 2002.

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